EXPO REAL 2026: Das GreenPlaces Team zum Thema Gewerbeimmobilien für KMU

Gewerbeimmobilien für KMU: Vom Gewerbehof zur eigenen Assetklasse?

Wer heute eine Gewerbefläche sucht, hat meistens schon alles andere geregelt. Der Businessplan ist fertig, oft steht auch die Finanzierung. Was fehlt, ist der Raum, in dem das Unternehmen arbeiten kann. Hier setzt GreenPlaces an.

 

Auf der EXPO REAL 2026 in München haben Markus Eberhard, Geschäftsführer GreenPlaces Deutschland, sowie Fabrice Bezençon, Group CEO von GreenPlaces, in zwei Videointerviews erklärt, wie das Unternehmen Gewerbeimmobilien für KMU baut, warum das in rund zwölf Monaten möglich ist und weshalb Gewerbehöfe aus ihrer Sicht eine eigene Assetklasse brauchen. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Aussagen zusammen und ordnet sie ein.

Gewerbeflächen für KMU müssen schnell verfügbar sein

Markus Eberhard beschreibt im Interview, wer sich für einen Gewerbehof von GreenPlaces entscheidet. Es sind Handwerksbetriebe, Produktionsunternehmen und Dienstleister, die Nutzfläche oder Produktionsfläche brauchen. Darunter sind Start-ups, aber genauso etablierte Betriebe, die wachsen oder sich neu aufstellen. Gemeinsam haben sie vor allem eines: wenig Zeit. Für diese Zielgruppe sind zwölf bis fünfzehn Monate inklusive Vermarktungszeit ein kurzer Weg zur eigenen Gewerbefläche. Mindestens genauso wichtig ist für viele, dass dieser Zeitraum verlässlich planbar ist. Ein Unternehmer kann mit einem festen Einzugstermin rechnen und seine Aufträge, Mitarbeiter und Maschinen darauf abstimmen.

Serieller Holzbau macht Gewerbeimmobilien in zwölf Monaten möglich

Diese Planbarkeit hat mit der Bauweise zu tun. GreenPlaces baut Gewerbehöfe in serieller, modularer Holzbauweise. Die Erfahrung damit stammt aus zehn Jahren in der Schweiz. Seit sechs Jahren wird das Konzept auch in Deutschland umgesetzt. Durch den hohen Vorfertigungsgrad steht die Gebäudehülle nach drei bis fünf Wochen. Die gesamte Bauzeit der Gewerbefläche liegt bei rund zwölf Monaten. Im Massivbau dauert ein vergleichbares Projekt nahezu doppelt so lange. „Keiner baut so ein Gebäude derzeit schneller als wir“, sagt Markus Eberhard.

 

Diese Geschwindigkeit wirkt sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit aus. Der Gewerberaum kann früher vermarktet werden, die Vorvermarktung beginnt eher, Mieteinnahmen fließen früher. Für ein Unternehmen, das wie GreenPlaces stark wächst, macht das einen erheblichen Unterschied. Wie sichtbar dieses Wachstum inzwischen ist, zeigt das Jahr 2026 mit Richtfesten in Mannheim und Aichtal sowie neuen Grundstücken in Langen und Rülzheim.

Kosteneffizienz durch Vorfertigung und feste Partner

Der zweite Grund für die serielle Bauweise ist die Kosteneffizienz. Der hohe Vorfertigungsgrad sorgt zusammen mit Lieferanten, die seit vielen Jahren für GreenPlaces arbeiten, für eine verlässliche Kalkulation. Unsere Partner wissen, worauf wir Wert legen: ein hohes Maß an Qualität bei konsequent funktionaler Ausführung. Auf vieles, was man aus dem Wohnungsbau kennt, verzichten wir bei gewerblichen Immobilien ganz bewusst, weil es für Produktion, Handwerk und Dienstleistung keinen Mehrwert bringt. Das hält die Mieten für KMU bezahlbar.

Ein Konzept für Gewerbeimmobilien in zwei Ländern

Fabrice Bezençon blickt im zweiten Interview auf die Gruppe als Ganzes. Seine Erwartung an die drei Messetage hat er klar formuliert. Er will Beziehungen aufbauen, zu KMU, zu Kommunen und zu den Partnern, die GreenPlaces für das Wachstum in Deutschland braucht. Das übergeordnete Ziel ist es, GreenPlaces in die Mitte des deutschen Marktes für Gewerberaum zu bringen. Dass das ein langer Weg ist, sagt er selbst. Die EXPO REAL ist ein Teil dieses Weges.

Was unterscheidet Gewerbeimmobilien in der Schweiz von denen in Deutschland?

Aus Sicht von Fabrice Bezençon vor allem die Mentalität. Das Produkt selbst ist dasselbe. Für seine Teams hat er das in einem Satz zusammengefasst, der inzwischen fast ein Motto ist: „Zwei Teams, zwei Länder, eine Richtung.“ In der Praxis heißt das, dass GreenPlaces in beiden Ländern dieselben Gewerbeimmobilien baut. Die Industrialisierung des Bauens ist der gemeinsame Nenner. Der größte Unterschied liegt im Umgang mit den Kunden, weil die Menschen in beiden Ländern unterschiedlich ticken. Auch das Marktumfeld unterscheidet sich, etwa beim Zinsniveau, das Kunden in Deutschland deutlich stärker belastet als in der Schweiz. Für einen Handwerksbetrieb, der eine Fläche kaufen will, ist das in Deutschland eine spürbar höhere Hürde. Die Kernzielgruppe bleibt in beiden Ländern allerdings dieselbe: das Handwerk.

Gewerbehöfe als eigene Assetklasse

An einem Punkt treffen sich beide Interviews. Markus Eberhard wie Fabrice Bezençon sind der Meinung, dass Gewerbehöfe eine eigene Assetklasse brauchen. Heute werden sie meist als Light Industrial unter Logistik eingeordnet. Markus Eberhard sagt dazu: „Das ist okay. Aber es ist nicht gut für uns.“

 

Der Hintergrund ist die Finanzierung. Banken fragen nach der Assetklasse. Viele Investoren orientieren sich nach wie vor an den großen Kategorien Logistik, Büro, Hotel oder Wohnen. Ein Produkt, das in keine dieser Kategorien passt, hat es schwerer, Kapital zu bekommen. Eine eigene Assetklasse würde den Zugang zu Kapital deutlich erleichtern. Gerade für den Schritt hin zu institutionellen Investoren ist das wichtig.

 

Fabrice Bezençon ergänzt die Perspektive aus der Schweiz. Dort hat sich der multifunktionale Gewerbepark bereits als eigene Assetklasse etabliert. In Deutschland ist das Angebot von GreenPlaces aus seiner Sicht dagegen noch ein Nischenprodukt. Es ist kein Logistikprodukt, kein Büroprodukt, sondern ein Gewerbepark, in dem Handwerk, Produktion und Dienstleistung nebeneinander Platz finden. Für die kommenden Monate erwartet er, dass aus der Nische auch in Deutschland ein echter Markt wird.

 

GreenPlaces setzt sich gemeinsam mit anderen Marktteilnehmern seit einigen Jahren für diese Anerkennung ein. Wir sind überzeugt, dass sie kommen wird, denn am Ende ist es eine Frage der Größe. Die Nachfrage nach Gewerbehöfen im Light Industrial Bereich ist hoch. Mit dem Volumen wächst auch die Sichtbarkeit des Segments.

Was das für Kommunen, Investoren und KMU bedeutet

Die EXPO REAL 2026 hat gezeigt, dass Gewerbeimmobilien für KMU in der Branche angekommen sind. Es gab mehr Gespräche am Stand, mehr Interesse an Gewerbeflächen und mehr Partner, die sich einbringen wollen. Bis zur eigenen Assetklasse ist es noch ein Stück. Die wachsende Nachfrage nach Gewerbeflächen für KMU zeigt allerdings, dass sich der Weg lohnt.

 

Für Kommunen heißt das:
Ein Gewerbehof bringt Betriebe aus der Region an einen Standort, der in rund einem Jahr fertig ist und der im Bestand von GreenPlaces bleibt. Wer ein Grundstück mit guter Anbindung hat, findet hier die Kriterien, die wir dafür anlegen.

 

Für Investoren heißt das:
Serieller Holzbau liefert planbare Bauzeiten und kalkulierbare Kosten. Mehr zu unserem Modell und zu den Beteiligungsmöglichkeiten: Investieren.

 

Für KMU heißt das:
Wer den Businessplan in der Tasche hat, muss nicht Jahre auf die passende Fläche warten. Welche Standorte aktuell verfügbar sind oder im Bau, zeigt die Standortübersicht.

Auf der EXPO REAL 2026 in München haben wir gezeigt, warum Gewerbehöfe zwischen Light Industrial, Gewerbepark und eigener Assetklasse stehen.
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